Menschen bringen sich um,
weil sie auf einen anderen Menschen wütend sind
Auf die ganze Welt
Oder auf Gott
Andere sind verzweifelt
und Selbstmord scheint dann der einzige Weg zu sein,
Schmerzen zu beenden
Und dann sind dann noch die,
die zwar ihrem Dasein kein Ende setzen,
aber trotzdem aufhören zu leben
Was dann auch so eine Art Selbstmord ist
Dass der Tod eine Grenze darstellt,
brauchst du nicht extra erklären
Das weiß jawohl jedes Kind
Nur wovon er uns trennt,
das wissen wir nicht
Doch dies ist wohl eins der notwendigen Geheimnisse
Steht nicht am Grab, die Augen rot
Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot
Ich bin nun ein freier Wind und ich weh
Ich bin das diamantene Glitzern im Schnee
Steht nicht ab Grab, die Augen rot
Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot
Ich versuchte es zu verbergen
Versuchte, mir nichts anmerken zu lassen
Versuchte, immer fröhlich zu sein
Versuchte, für die Anderen zu lachen
Versuchte, meine Tränen zu unterdrücken.
Was habe ich von alledem?
Ich konnte es nicht mehr verbergen.
Man merkte nichts davon.
Ich versank in gespielter Fröhlichkeit.
Ich lachte,
Doch nur auf Kommando.
Ich konnte keine richtige Träne mehr weinen.
Das alles habe ich davon!
Und niemand wird erfahren,
Wie es mir wirklich geht
Tief in meinem Innern
Denn dort kommt niemand an.
Dort ist nichts als Schmerz und Leere!
Denn zuweilen ist dem Menschen Schmerz
dienlicher als Gesundheit,
Anspannung nützlicher als Ausspannung,
Zurechtweisung förderlicher als Nachsicht.
So wollen wir in guten Tagen nicht übermütig werden
und im Unglück nicht verzagen und zusammenbrechen.
Bei dem durchdringenden Gefühl,
dass unser irdischer Teil verloren gehe,
raunt in der innersten Brust
eine geheimnisvolle Stimme uns unwiderstehlich zu,
der seelische Teil bleibe erhalten.
Siehe, es weinen die Götter,
es weinen die Göttinnen alle,
dass das Schöne vergeht, dass das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten,
ist herrlich,
denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.
Das einzige, was ich hatte, war die Gewissheit,
dass ich unschuldig war
Aber in dieser Welt funktioniert das nicht so,
dass die Unschuldigen belohnt werden oder ihnen nichts geschieht
Nein, es sind die Schuldigen,
die mit ihren heuchlerischen Ausrufen dem Gesetz entfliehen
Ich habe lernen müssen,
wie wenig ein Menschenleben für die Gemeinschaft zählt
Es gibt immer nur wenige Menschen,
denen ein bestimmtes Leben wirklich etwas wert ist
Ein einzelnes Leben interessiert die Welt nicht
Dessen Tod interessiert sie nicht
Aber dich interessiert es
Und es liegt an dir, wie lange es noch in Erinnerung bleibt
Sowohl der Tod als auch das Leben verändert einen Menschen
Dabei handelt es sich aber nur selten um den eigenen Tod.
Es bedeutet eine Chance auf einen Neuanfang
Und ihr kleiner Fritz ist nicht verloren,
er ist nur wie ein Vöglein über die Mauer
in einen andern Garten geflogen,
und da sollen sie ihn wiederhaben.
So gut er auch in ihren Händen war,
er ist nun in bessern ...