Gottes Gegenwart macht mich sowohl glücklich als auch traurig
Wie sehr ich auch weine oder schreie,
Gott kann mir nicht gelfen
Es geschehen keine Wunder
Auch wenn der Wind weht, ich muss mir selbst helfen
Wer sich selbst zu den Niedrigen zählt, wird als der Höchste der
Hohen geachtet werden.
Wer seinen Geist in den Staub zu Füßen der Menschheit beugt, sieht
den Namen Gottes wie ein Heiligtum in jedem Herzen enthalten.
Wer keinerlei Arglist, wird in jedem Menschen einen Freund sehen.
Der Mann Gottes wird Schmerz und Freude mit gleichem Dank empfangen,
und das Gute oder Böse anderer wird ihn nicht berühren.
Anbetende! Seid voll des Mitleids und Erbarmens für Bettler und
Aussätzige; ja, sogar für Ameisen und Grillen.
Wessen Mitleid und Erbarmen allumfassend ist, dessen Leben wird
unermeßlich bereichert werden.
Wer sich zum Beten vor Gott stellt, möge jedem Gedanken an eigene
Ehre entsagen und alle Meinung von eigener Würde fahren lassen, um
so, in Ablehnung eigener Ehre, diese ganz Gott zu geben.
Wer sich zum Beten anschickt, muß Gestalt und Gebärde des Bettlers
annehmen, was ohne Sinnesänderung nicht geschehen kann.
Dein armes krankes Herz wird in Liebe getränkt sein.
Jede Herrlichkeit auf Erden wird auch dir geschenkt sein.
Sieh die Wunder und Zeichen sind schon geschehn:
Jemand liebt dich und wird an deiner Seite gehen.
Die Kunst ist eine so reine himmlische Region,
zu der sich wenige ganz erhoben haben
und die nur im Glauben daran erkannt
und völlig begriffen werden kann.
Das höchst vollendete Kunstwerk ist immer,
es möge sonst sein, was es will,
das Bild von der tiefsten Ahnung Gottes in dem Manne,
er es hervorgebracht.
Ich hätte viel eher Angst davor,
mich zu irren und zu entdecken,
dass die christliche Religion wahr ist,
als mich nicht zu irren,
indem ich sie für wahr halte.
Sobald der Mensch ein wenig an Gott denkt,
fühlt sein Herz eine gewisse beglückende Erregung,
die Zeugnis gibt, dass Gott der Gott des menschlichen Herzens ist.
Ich sagte zu dem Engel,
der an der Schwelle des Lebens stand:
"Gib mir ein Licht,
damit ich sicheren Fußes
der Ungewissheit entgegen gehen kann."
Er aber antwortete:
"Gehe nur in die Dunkelheit
und lege deine Hände in die Hand Gottes;
das ist besser als ein Licht
und sicherer als ein bekannter Weg"
Der christliche Glaube ist eine großartige Kathedrale
mit göttlich bebilderten Fenstern.
Steht man draußen, sieht man keine himmlische Herrlichkeit,
noch kann man sich überhaupt eine vorstellen;
steht man in ihr, enthüllt jeder Lichtstrahl
eine Harmonie unaussprechlichen Glanzes.
Aber Gott will auch, dass der Mensch betrachte
die vergangenen Zeiten;
nicht als Eintagsfliege ohne Zukunft
hat Gott den Menschen geschaffen,
und wer die ihm geordnete Zukunft genießen will,
muss sich dazu stärken an der Vergangenheit.