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George Bernard Shaw

~ von Marie Methfessel ~


George Bernard Shaw (* 26. Juli 1856 bis † 2. November 1950) war ein irischer Dramatiker, Politiker, Satiriker und Musikkritiker. Er wuchs in problematischen Familienverhältnissen auf und als er sechzehn war, verließ seine Mutter die Familie. Anfangs blieb George bei seinem Vater und arbeitete als kaufmännischer Angestellter, zog dann aber bald nach London um als Musik- und Theaterkritiker Fuß zu fassen. 1879 bis 1883 schrieb er fünf Romane, die von verschiedenen Verlagen zurückgewiesen wurden. Schließlich feierte er seine ersten Erfolge als Musikkritiker bei der Zeitung "Star". Oftmals schrieb er dort unter dem Pseudonym „Corno di Basseto“ (Bassethorn). Auch gehört er zu den ersten Komponisten, die sich weigerten, dem Geschlecht des Komponisten irgendeine Bedeutung in der Beurteilung des Werkes beizumessen. Eine weitere führernde Rolle spielte George in der intellektuell-sozialistischen Fabian Society (Gesellschaft der Fabianer), die gesellschaftliche Veränderungen nicht revolutionär, sondern auf evolutionärem Weg anstrebte. Im Umkreis dieser Society lernte er auch seine spätere Ehefrau Charlotte Payne-Townshend kennen, die er 1898 heiratete.
1895 wurde George Theaterkritiker bei der „Saturday Review“, was seinen ersten Schritt als Dramatiker makierte. 1898 erschien sein erstes erfolgreiches Stück, „Candida“. Mehrere Komödien schlossen sich an, bis er sich in seiner letzten Schaffensperiode (1930-1949) eher mit politischen Problemen befasste, in denen er phantastische und satirische Elemente verschmelze. Er war bis ins hohe Alter von 90 Jahren als Autor tätig. Weiterhin schuf George einen neuen Dramentyp: Das Diskussionsdrama, dessen Helden als Träger bestimmter Ideologien aufeinandertreffen. Statt der Handlung gilt das Hauptinteresse des Diskussionsdramas dem Kampf der Meinungen, den Diskussionen über philosophische, moralische, politische Probleme, die seine Helden führen. Auch wurden mehrere seiner Briefwechsel mit verschiedenen Personen zu Theaterstücken umgeschrieben. Weiterhin hatte er die Angewohnheit, lange Vorworte in seine Publikationen zu integrieren, die oftmals länger waren als das Werk selbstund die Themen und Probleme ausführlich darstellten. Zu seinen Auszeichnungen gehört ein Oscar für das beste Drehbuch für die Verfilmung von Pygmalion, was ihn zum einzigen Nobelpreisträger macht, der auch einen Oscar erlangte.

George gehört zu jenen Künstlern, die bereits vor ihrem Ableben eine große Bekanntheit erreicht hatten. So war sein Name noch zu seinen Lebzeiten weit über die britischen Inseln hinaus bekannt. Auch war er sehr wohlhabend, was er allerdings nur durch einen Rolls-Royce ausdrückte und über großzügige Spenden, allen voran einer Schaffung eines neuen englischen phonetischen Alphabets, das das „Shaw-Alphabet“ (engl.: Shavian alphabet) genannt wird.

Auch war George seinen Lebtag politisch aktiv. Ab 1897 war er jahrelang Ratsmitglied im Bezirk St Pancras in London. Weiterhin gehört er zu den Urhebern des Gründungsprogramms der britischen Labourpartei von 1900 und war bis nach den ersten Weltkrieg hinaus ein entschiedener Kriegsgegner.





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Zufallsspruch von George Bernard Shaw

jule 511 Sprüche 19.01.2005 - 11:58   deutscher Spruch Facebook Share
Wenn du damit beginnst,
dich denen aufzuopfern, die du liebst,
wirst du damit enden, die zu hassen,
denen du dich aufgeopfert hast

George Bernard Shaw
Weisheiten - Miteinander
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