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Marie von Ebner-Eschenbach

~ von Marie Methfessel ~


Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach (* 13. September 1830; † 12. März 1916) war eine österreichische Schriftstellerin und gilt mit ihren psychologischen Erzählungen als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts.

Marie von Ebner-Eschenbach
Sie war das Kind des Franz Baron Dubský (Nachkommen eines alten böhmisch-katholischen Adelsgeschlechts und seiner zweiten Frau Baronin Marie von Vockel, die aber kurz nach Maries Geburt verstarb. Auch ihre erste Stiefmutter, Eugénie Bartenstein, zu der sie eine enge Beziehung hatte, starb in ihrem siebten Lebensjahr. Drei Jahre später heiratete ihr Vater erneut, Gräfin Xaverine Kolowrat-Krakowsky, und auch mit dieser Stiefmutter verband Marie ein inniges Verhältnis. So erkannte diese das schriftstellerische Talent ihrer Stieftochter und nahm sich ihrer Förderung an. Auch andere Verwandte förderten das Mädchen und so wuchs sie mehrsprachig auf (französisch (Muttersprache), deutsch, tschechisch).

Im Alter von 18 Jahren heiratete Marie ihren fünfzehn Jahre älteren Cousin Moritz von Ebner-Eschenbach, der sie ebenfalls sehr in ihrem Schriftstellerdrang unterstützte. Die Ehe blieb kinderlos. 1879 absolvierte Marie in Wien eine Uhrmacher-Ausbildung und wand sich dann ganz der Literatur zu. Sie schrieb viele von Friedrich von Schiller inspirierte Dramen (Gesellschaftsstücke und Lustspiele), die jedoch nicht erfolgreich waren. Durch ihren ersten Kurzroman „Božena“ wurde 1876 die Gesellschaft auf sie aufmerksam und nun begann ihr Weg durch die erzählerischen Dichtungen, in denen man wichtige Elemente ihres sozialen Denkens und ihres politischen Bewusstseins finden kann. Der nächste Schritt wurde durch ihre Veröffentlichung von „Lotti die Uhrmacherin“ gekennzeichnet, was sie weg von Zeitungsveröffentlichungen zu wirklichen Verlagen brachte. Ihr 1887 erschienener Roman „Das Gemeindekind“ ist noch bis heute ein sehr bedeutendes Werk in der Literatur.

Ihre Popularität wuchs zusehens, doch für sie stand nicht die Finanzierung des Familienunterhaltes in erster Linie sondern ihr ging es darum, mit der Inspiration und Überzeugung, ihre Schriften könnten die Gedanken ihrer Zeit verändern zu schreiben und so setzte sie sich gegen die gängigen Gedanken ihrer Zeit für die aktive Frau ein.
1890 hatte Marie von Ebner-Eschenbach mit ihren dialogischen Novellen ihren dramatischen Schreibstil gefunden und ihre Werke waren auch auf der „Freien Bühne“ in Berlin ein großer Erfolg. Die größten Ehrungen durch die Gesellschaft erhiet sie 1898 durch die Verleihung des höchsten zivilen Orden Österreichs, dem Ehrenkreuz für Kunst und Literatur und 1900 durch die Erhaltung des ersten weiblichen Ehrendoktor der Universität Wien. Nach ihrem Tod wurde zu ihren Ehren eine Gedenktafel in der Wiener Universität angebracht und in Wien-Währing wurde der Ebner-Eschenbach-Park nach ihr benannt. Auch Briefmarken und die 500 und 1000-Schilling-Note wurden durch ihr Bild geprägt.





Es stehen 246 Sprüche von Marie von Ebner-Eschenbach im Spruch-Archiv


Zufallsspruch von Marie von Ebner-Eschenbach

Tanja 5431 Sprüche 08.03.2007 - 22:37   deutscher Spruch Facebook Share
So mancher meint ein gutes Herz zu haben
und hat nur schwache Nerven.

Marie von Ebner-Eschenbach erlaubterlaubtDer Spruch darf mit Autorenangabe frei verwendet werden, da die urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist († 12. März 1916)
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