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Tilly Boesche-Zacharow

Tilly Boesche-Zacharow (* 31. Januar 1928 als Mathilde Großkopf) ist eine deutsche Schriftstellerin und Autorin, die sich zudem in humanitären Belangen engagiert. Sie ist auch unter den Pseudonymen Eva Trojan, Eve Jean, Eve John und Ilka Korff bekannt.


~ von Tilly Boesche-Zacharow ~


Tanja bat mich um eine kurze Profilierung meiner selbst und meiner Arbeit. Ich kann nur versuchen, dem zu entsprechen, denn:

Tilly Boesche-Zacharow ca. 1987Es gibt kaum eine schwerere Aufgabe für mich, als der Forderung nachzukommen, über mich selbst zu plaudern.

Wo fange ich an, wo höre ich auf? Wie kann der andere an mir interessiert sein, wenn ich ihm ein paar Bröckchen hinwerfe? Andererseits will man ja auch nicht mit allem frei weg rausrücken, und dabei sind das wohl zumeist die besonders aufregenden Sachen.

Meine Mutter tat sich schwer mit mir, weil sie keine Ahnung hatte, was aus einem Kind einmal werden sollte, das nichts als lesen und schreiben zu können behauptete? Selbst später, als ich mich „freiberufliche Schriftstellerin“ nannte, wusste sie noch immer nicht genau, wie es gelang, mir mein Geld damit zu verdienen. Auch meinen Kindern war/ ist es ein Buch mit sieben Siegeln, was ich neben meinen Pflichten als Hausfrau und Mutter seinerzeit stundenlang in dem Zimmer tat, in dem man mich eigentlich nicht stören sollte. Und so verhallte meine diesbezügliche Bitte im Wind, während ich zu hören bekam, wieso ich, die doch auf Pünktlichkeit und Pflichterfüllung so großen Wert legte, bei mir selber versagte, z.B weil ich regelmäßig zu spät zum Essen erschien, das von Großmutter pünktlich zubereitet und aufgetischt worden war..

Dabei hatte ich nur einen Gedankengang an der Schreibmaschine zu Ende bringen wollen, um nicht den Faden der Fantasie zu verlieren. Bei uns wurde dann später gegrinst: „Richtig, du musst ja erst den Protagonisten deiner Geschichte sterben lassen!“

Mein erstes Gedicht von einem Fischersmann, der mehrere Bräute hatte, schrieb ich mit 12 Jahren, so wie ich mir damals eben Schiffer vorstellte: eine Braut in jedem Hafen.

Mit 20 verfasste ich einen Gedichtszyklus mit über 50 Teilen. Dann – als Bürokraft arbeitslos geworden – begann meine prosaische Zeit. Das Glück war mir hold, mein Arbeiten, Romane mit eher leichtem Anspruch an die Leser (also unterhaltend) fanden guten Absatz. Bis vierzig hatte ich Ehe, die Produktion etlicher Kinder und den Bau eines Eigenheims hinter mir. Anfang der zweiten Hälfte meines Lebensjahrhunderts gründete ich gemeinsam mit meinem jüngeren Sohn einen Verlag. Meinen geliebten Sohn verlor ich vor nunmehr neun Jahren, der Verlag ruht mehr oder weniger still wie der berühmte See, und ich bin neben der Registrierung meines (aus eigener Sicht) nicht unbeachtlichen Lebenswerkes dabei, immer wieder noch mal meine phantasievollen Gedanken niederzuschreiben, wobei ich betone, dass in jedem Werk, prosaisch oder lyrisch, immer wieder mein eigenes Ich zutage tritt. Mit über 80 hat man einiges gesehen und gehört und vor allem erlebt. So fließt in jedes literarisch von mir kreierte Werk auch ein Teil solcher Erkenntnisse ein . Dennoch suche ich es so gut zu verpacken, dass es meist nicht wirklich als „Belehrung“ oder direkter Hinweis zu realisieren ist, sondern eher scherzhaft wirkt und einfach nur als Tipp daher kommt.

Gerne schreibe ich Worte, die sich mir als Splitter darbieten, und die ich dann so lange drehe und wende, bis ein mehr oder weniger „frommer Spruch“ daraus geworden ist. Viele davon finden sich inzwischen im Internet und einige sogar hier auf dieser Webseite.

Es freut mich sehr, hier ein wenig mit euch - Lesern – plaudern zu dürfen, und ich werde mich ab und an gern häufiger hier einklicken, um so den Kontakt mit euch zu halten.

Liebe Grüße aus Berlin von eurer TBZ





Es stehen 19 Sprüche von Tilly Boesche-Zacharow im Spruch-Archiv


Zufallsspruch von Tilly Boesche-Zacharow

Tlly Boesche-zacharo 7 Sprüche 05.08.2011 - 21:09   deutscher Spruch Facebook Share
Wer sich ständig im Unrat suhlt,
kann nicht sauber bleiben.
Aber es liegt am Material, um herauszufinden,
ob du dem Einfluss deiner Umwelt standhalten kannst.
Leg ein weißes Stück Papier in die Kloake.
Es verfärbt sich,
saugt sich voll und verrottet.
Rolle einen Stein hindurch.
Er ist zwar besudelt,
doch lässt er sich unter Wasser sauber spülen
und bleibt völlig unangegriffen.

Tilly Boesche-Zacharow erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
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Metaphern - Tiefsinniges
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