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Kommentare zum Spruch

Arne Arotnow 365 Sprüche 31.10.2014 - 23:38   deutscher Spruch Facebook Share
Selten lohnen Aggressionen.

Arne Arotnow erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
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Kommentare zu diesem Spruch
Mo, 3. November 2014, 13:03
Joy 4948 Sprüche
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Sehe ich anders!

Agression kommt von dem lateinischen Begriff "agreggere", der so viel bedeutet wie "vorangehen". Agression ist also im ursprünglichen Sinne nicht viel anderes, als der Trieb, voran zu schreiten, weiter zu machen und Dinge in Bewegung zu setzen.
Lohnt sich das wirklich nur selten?

Ich sage, wenn man den Impuls in sich bemerkt, dass man wütend oder agressiv wird, dann ist das im Ursprung erst einmal der Drang, etwas an dieser Situation, die einen agressiv macht, zu verändern. Und das ist gut! Das ist sogar sehr gut. Es schützt die eignen Interessen und die eigene Person. Es weist darauf hin, dass in der Situation irgendwas verkehrt oder ungut ist. Die Frage ist, wie man anschließend damit umgeht.

Ich finde, die gesellschaftliche Prägung, Agression mit Gewalt gleich zu setzen, ist falsch. Nicht umsonst haben wir in unserer Sprache zwei zu differenzierende Worte für diese beiden Begriffe. Sie sind nicht das Selbe.

Wie gesagt: Agression ist ein guter Hinweisgeber. Gewalt hingegen lohnt sich nicht. Dem würde ich zustimmen. Aber das steht dort nicht.
SignaturJoy 4948 Sprüche

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joy

Mo, 3. November 2014, 17:52
Tanja 5428 Sprüche
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Finde ich gut differenziert.

Aber zu musst zugeben, dass sich Gewalt wirklich nur schlecht auf lohnen reimt :-)
Signatur

Hope is the biggest lie there is, and it is the best.
We have to keep going as if it all mattered, or else we wouldn't keep going at all.
Allie Keys in "Taken"

Mo, 3. November 2014, 23:09
Arne Arotnow 365 Sprüche
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Das kommt darauf an, was man unter Aggressionen versteht. Wenn ich hier über Aggressionen schreibe, meine ich die landläufige Bedeutungszuweisung, die wohl eher negativ besetzt ist. Ich schließe aber das Positive an Aggressionen nicht völlig aus, was man ja am »selten« erkennt. Es ist halt schwierig bis unmöglich, mit nur drei Wörtern etwas für alle Menschen, alle Zeiten und alle Situationen vollkommen Zutreffendes zu behaupten. Das kann ich leider nicht. Außerdem ist das Verständnis eines Textes, worum sich das auch immer handeln mag, bei allen Menschen individuell, was ja auch gut ist. So gesehen freut mich das natürlich, dass sich jetzt einige Leute ernsthafte Gedanken darüber gemacht haben, was ich selbst überhaupt nicht erwartet habe – bei nur drei Wörtern.

Mit freundlichen Grüßen

Arne Arotnow

PS: Habt ihr wieder den Punkt getilgt? Aggressionen bekomme ich jetzt nicht. Lohnt sich ja auch nicht.
Mi, 5. November 2014, 22:48
Talnop 2449 Sprüche
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Liebe Joy,
was ein Wort bedeutet, legt nicht der einstmalige Wortstamm fest,
für alle Zeiten fest, sondern für was es die Menschen in
einer bestimmten Zeitspanne benutzen.
Bei all deiner Differenzierung, in unserem heutigen
Sprachgebrauch ist letztendlich Aggression der Vorbote
von möglicher Gewalt.
Sie ist ein erweiterter Ausdruck unserer Gefühle und somit
sehr, sehr häufig präsent. Ob wir sie kontrollieren können liegt an uns,
doch etwas gutes kann ich nicht an ihr entdecken.
Ob Gewalt auch etwas gutes an sich haben kann,
nun das ist abhängig von der Situation in der man sich befindet.
Ich kann mich gewaltlos geben und verprügeln lassen,
kann mich aber auch gewaltig wehren und so Schaden
von mir abwenden.
LGr Karl
Sa, 8. November 2014, 15:46
Joy 4948 Sprüche
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Wenige Tage, nachdem ich meine erste Reaktion auf diesen Spruch geschrieben hatte, war ich in einer Vorlesung über Gewalt. Ich musste fast lachen, als wir genau diese Thematik hatten: Was ist Agression, was ist Wut, was ist Gewalt?

Ich bleibe bei meiner Differenzierung. Agression ist eigentlich "nur" ein "in Angriff nehmen". Ein erstes Gefühl, dass ich mit der Situation unzufrieden bin und daran was ändern möchte. Wenn Agression nun negativ behaftet ist ... welches Wort würde diesen Zustand des Vorbewussten Signals dann treffend beschreiben?
Weiterhin würde ich vielleicht eine Differenzierung zwischen "Agression" und "Destruktiver Agression" vorschlagen ... vielleicht kann man sich damit anfreunden ;-)

Es stimmt, dass der heutige Sinn nicht von dem Wortstamm sondern von der gesellschaftlichen Einstellung festgelegt wird. Aber ich finde es mehr als hilfreich, manchmal auf den Wortstamm zurück zu gehen, um zu verstehen, wie kastriert manche Worte wurden. Ein anderes beispiel dafür wäre meiner Meinung nach "merkwürdig" ... des bemerkens würdig. So ändert sich meiner Meinung nach eine ganze Bedeutung und ich finde es wichtig, den Ursprung und die gesellschftliche Definition zu kennen, um für sich selbst zu entscheiden, welche Bedeutung man einem Wort beimisst.

Ich finde es halt schade, wenn Menschen gleich der Meinung sind, dass Agression etwas schlechtes ist, wobei es eigentlich nur eine Signalfunktion hat.
SignaturJoy 4948 Sprüche

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joy

Sa, 8. November 2014, 23:28
Talnop 2449 Sprüche
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Liebe Joy,
Aggression hat eine Signalwirkung, was daraus wird ist eine
andere Sache.
Ob nun bewusst oder unbewusst, wenn eine Reaktion
oder Situation nicht meinen Erwartungen entspricht,
entsteht Unzufriedenheit. Meine Reaktionen oder mein
Verhalten können besonnen oder ungehalten sein, in
dessen Folge ich auch zum Angriff übergehen kann,
welcher Art auch immer. Diese Haltung ist in der Regel
von Aggressivität begleitet. Ob ich die Aggressivität noch
abwürgen oder kontrollieren kann, hängt von vielen Faktoren ab.
Ausgenommen ist sogenanntes "unnatürliches" Verhalten,
was obendrein noch gefährlicher ist.
Jemand lacht, gibt klein bei, simuliert schüchterne Angst,
und geht dann urplötzlich zum Kampf über.
Hier ist die aus dem Tierreich bekannte "Handlungskette",
von der Evolution logischerweise sinnvoll eingerichtet,
unterbrochen. Dem Gegner fehlt die Vorwarnphase,
was stets zu Leben Tod Kampf und zu Verschwendung
führen würde.
Die Aggressionsphase hat also durchaus im Handlungsablauf
von Auseinandersetzungen seine Berechtigung und auch
Notwendigkeit.

Übrigens, wenn du dich mit Menschen verständigen willst,
ist es unerheblich welchen Sinn DU deinen Worten beimisst,
du musst mit dem von der Allgemeinheit definierten Sinn
des Wortes sprechen, sonst wirst du nicht verstanden.

"Merkwürdig", des Merkens würdig, aber......
Das der Mensch Worte kastriert, ist wirklich bedauernswert,
viel schlimmer ist es aber bei Moral, Ethik und
Menschenverstand, ganz geschweige von den
"Dollar Amputationen"
LGr Karl
So, 9. November 2014, 17:33
Xian 1365 Sprüche
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Ich finde das eine sehr interessante Diskussion. Insbesondere die positive Wortherkunft "heran-gehen" und dann die negative Bedeutungswandlung. Denn mir fällt aktuell keine positive Konnotation von "Aggression" ein; das wird im heutigen Sprachgebrauch immer mit negativem Beigeschmack verwendet.

Und ja, wenn man möchte, dass die anderen einen verstehen, muss man die Worte so verwenden, wie sie heutzutage aufgefasst werden.
Trotzdem kann man hin und wieder mit dem Bedeutungswandel spielen. So wird aus einem komischen Satz mitunter ein merkwürdiger - oder dann gar ein denkwürdiger Satz :)

Joy 4948 Sprüche: Einen kleinen Hinweis zur Wortherkunft habe ich noch:
Aggression schreibt man mit "Doppel-g". Es kommt vom lateinischen "ad gredere" bzw. im Wortstamm "ad gressio" (im Partizip). Dann hat ein kleiner Lautwandel von d zu g stattgefunden (die Frangen dun so edwas sdändig...), sodass wir heute von "ag gressio" bzw "Aggression" sprechen.

Wenn du Aggression nur mit einem g schreibst, sprichst du ethymologisch genau vom Gegenteil: "ab gressio" bzw "a gressio", d.h. "weg gehen" ;-):-D

Nur mal eine kleine interessante Abhandlung, wie "bedeutungsschwanger" manche Buchstaben werden können :)
SignaturLiebe Grüße,
Christian 1365 Sprüche
Mo, 10. November 2014, 22:36
Arne Arotnow 365 Sprüche
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Oha, das Ganze entwickelt sich hier zu einer merkwürdigen (eigenartigen) Diskussion. Wie hier schon geschrieben wurde: Ich verwende natürlich allgemeine Gegenwartssprache. Vielleicht sind hier einige zu verkopft, um das ganz Simple zu verstehen, und suchen hinter allem etwas unvorstellbar Tiefsinniges. Daher wäre es gut, wenn der Leser sich zunächst auf die allgemeine Gegenwartssprache beschränkt und nicht nach Bedeutungen aus dem Mittelaltar sucht. Des Weiteren muss auch darauf hingewiesen werden, dass Begriffe, die jeder Mensch von der Alltagssprache her kennt, in einer Fachsprache (Joy studiert irgendetwas) nicht selten anders verwendet werden; das heißt, dass ein Wortfeld (Bedeutungsfeld) eines Wortes z. B. eingeschränkt wird. Ein Elektriker versteht während der Ausübung seines Berufes unter Spannung sicherlich etwas anderes als jemand, der gerade auf der Rückseite eines Kriminalromans liest, wie viel Spannung doch in diesem Buch stecke.

Mit freundlichen Grüßen

Arne Arotnow
Do, 13. November 2014, 11:51
Joy 4948 Sprüche
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Aber, Xian 1365 Sprüche, genau das ist es doch, das ich kritisiere. Aggression ist im Ursprung etwas potivites, das durch die wandelnde Gesellschaft negativisiert wurde und nun fehlt uns ein positiver Begriff für "sich der eigenen Kraft bewusst sein", da Kraft immer gleich einen negetiven Begeschmack hat. Ich finde das tragisch! Denn Kraft kann etwas überaus positives sein.

Viele Dinge - sei es einen Tisch hochheben oder deine Liebsten beschützen - funktionieren nicht ohne Kraft und einer gewissen ... Entschlossenheit in der Herangehensweise. Oder der Sport. Konkurrenz facht die "Aggression" an. Es sollte natürlich nicht negativ werden und in die Desktruktivität umschlagen. Dennoch. Kannst du dir ein Fußballspiel vorstellen ohne eine gehörige Portion Aggression (bzw Angriffswillen)? Laaaaaaangweilig(er als ohnhin schon) ;-P

Das mit dem doppel-g hab ich mittlerweile übrigens auch selbst herausgefunden. Es ist nur so unglaublich unpraktisch zu tippen ;-P Plus: ich hab so meine bestimmten Worte, mit denen ich immer Probleme habe. Dazu gehören beispielsweise Aggression und Stuhl ;-P (Ich darf das ;-P)

Lieber Arne Arotnow 365 Sprüche, wenn ein Spruch nicht einer genauen Prüfung stand hält und eine Diskussion nicht als erweiternd und bereichernd versteht, dann hat er meiner Meinung nach seinen Sinn verfehlt. Sprüch leben doch eigenltich davon, dass man mit ihnen und ihrer Bedeutung spielen kann.

Davon ganz abgesehen mag es sein, dass wir ziemlich verkopft sind, doch mit persönlich geht es weniger darum, etwas "unvorstellbar Tiefsinniges" darin zu finden, als die Ironie der Sache aufzuzeigen und außerdem anhand des Spruches einen Denkanstoß zu geben, bewusster mit der eigenen Sprache umzugehen.

Die deutsche Sprache ist generell nichts, was für wirklich sich allein stehen kann, sondern ein Mischkonstrukt aus dem germanischen, dem lateinischen und seit einigen Generationen auch aus dem englischen. Diese Mischsprache versucht durch solche gesellschaftlichen Neudeffinitionen, sich die Teile der fremden Sprachen einzuverleiben um als eigenständig zu gelten, doch das ist nicht immer zum Nutzen. Dazu kommt, dass Deutsch eine überaus komplexe Sprache ist. Sie hat oftmals minimale Abstufungen zwischen Bedeutungen und für all diese Abstufungen auch eigenen Worte. Ich finde es nun einmal zweifelhaft, diese unglaublich sinnige und fast schon ästhetische Differenzierung zwischen Wortbedeutungen zu gefährden, da man durch die Einfachheit der modernen Gesellschaft Worte, die nicht das gleiche Bedeuten, einander entsprechen lässt. Aggression ist nicht gleich Gewalt, wird ihr aber viel zu heufig gleich gesetzt.

Ein anderes Beispiel dieser Thematik wäre die Wortgruppe des Nahrungsaufnehmens. Fressen, Essen, Speisen, Ernähren, ... es gibt tausend Worte dafür und auch, wenn sie auf die gleiche Funktion herabgebrochen werden, sind sie einander nicht wirklich entsprechend. Diese Differenzierung und der bewusste Umgang damit, ist meiner Meinung nach überaus zentral für die Kultur unserer Gesellschaft.

Bei Aggression ist es genau das Selbe. Aggression ist zunächst ein Ausdruck für eine innere Kraft, eine Entschlossenheit, die Dinge zu ändern. Hierbei findet es sich bei destruktiver Aggression (schlagen/wüten/...) genau so wie bei positver Aggression (zB oftmals in Beziehungen, wenn jemand zu Gunsten beider etwas durchzieht). Ich finde diese Differenzierung einfach wichtig.

Auch, wenn du sagst, dass man den Spruch in erster Linie in allgemeiner Gegenwartssprache verstehen soll, finde ich, dass es dem Spruch ein gehöriges Diskussionspotential nimmt, wenn du ihn darauf beschränkst. Sprüche sind doch schließlich dafür da, über sie nachzudenken und sich zu ihnen zu positionieren, oder sehe ich das falsch?

Ich wiederspreche dir auch, was das Bedeutungsfeld des Wortes angeht. Ich bin mir sicher, dass der Elektriker und der Leser des Kriminalromanes durchaus die selbe Person sein können. Ich denke, dass die Wortbedeutung auch situativ zu betrachten ist. Aber gerade deswegen ist es wichtig, sich der alternativen Bedeutungen so weit bewusst zu sein, dass man situativ zwischen ihnen schalten kann. Wenn man es nämlich derartig eingeschränkt lässt, denkt der Leser des Kriminalromanes wenn sein Elektriker ihm von Spannungen erzählt, nämlich auch nur: "hä?" und fragt sich, wie seine elektronischen Leitungen emotional erregt sein können. Mal ehrlich: Hä?

Das ist halt das Besondere und Komplexe der deutschen Sprache: Im Prinzip ist sie eine situative Fremdsprache. Und bevor wir die länderbedingten Framdsprachen lernen, sollten wir zunächst die situativen Bedeutungen unserer eigenen, weit gefächerten Sprache lernen.
SignaturJoy 4948 Sprüche

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joy

Do, 13. November 2014, 19:34
Tanja 5428 Sprüche
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Ich denke, der Spruch ist in der Alltagssprache genommen eine nette kleine Aussage, die duch den Binnenreim und die leicht lakonische Art gut rüberkommt. Ich vermute auch, jeder hier hat diesen Sinn hinter dem Spruch verstanden.

Trotzdem sehe ich das ähnlich wie Joy: Wenn ein Spruch eine kleine Grundsatzdiskussion anregt und vielleicht auch mit der Vieldeutigkeit der Sprache gespielt wird (gerade bei kurzen Sprüchen bleibt ja oft mehr Raum für Interpretation) dann kann er über seine ursprüngliche Bedeutung hinaus ein paar interessante Gedanken zu Tage bringen. Das ist nicht pedantisch oder bösartig gemeint. Ich hoffe, Arne, du nimmst das nicht so auf. Es geht nicht darum, deine Worte zu zerfleddern. Es ist eigentlich nur ein Zeichen dafür, dass Interesse an der Aussage herrscht (und die Teilnehmer der Diskussion zu viel Zeit haben. Und außerdem ein Hintergrundwissen, an dem die Welt unter einem stolzen Grinsen teilhaben soll).

Und zur Verkopftheit: Ich war mit Dreizehn begeistertes Forenmitglied in einem Philosophie-Forum. Irgendwann wollte jemand ein bisschen trollen und meinte sinngemäß: "Nachdem ihr hier alles und jeden hinterfragt, nicht für gegeben nehmt, nicht für selbstverständlich haltet und zu jedem Blödsinn eine Diskussion beginnt, stelle ich hiermit die Frage: Was ist ein Tisch?"
Erst haben alle das belächelt, dann ist klar geworden, dass es verdammt schwer ist, so etwas wie einen Tisch zu definieren. Geht es nach Form und Aussehen? Dann muss man es sauber von einem Schemel abgrenzen, was eigentlich nur über die Art der Nutzung geht. Legt man also den Fokus eher auf die Nutzung, dann ist bald alles ein Tisch, was als Tisch genutzt wird (auch Umzugskartons, Fensterbretter und Schemel). Wenn es unter unentdeckten Auserirdischen einen Gegenstand gabe, der völlig anders aussähe als unsere Tische, aber die gleiche Funktion aufweisen würde, wäre es dann nicht auch ein Tisch? Wenn es in einer anderen Kultur Tische gibt, die aber nicht nur zur Ablage von Gegenständen genutzt werden, sondern darüber hinaus noch eine kulturelle oder religiöse Bedeutung haben, weshalb sie nicht für alles genutzt werden, wofür man unsere Tische nutzen würde (beispielsweise dürfte nichts darauf abgelegt werden, was verschimmeln kann), sind es dann trotzdem Tische? Und wenn man das alles einfassen will, gibt es dann überhaupt noch viele Gegenstände, die nicht ein potentieller Tisch sind?
Kurzum: Wir haben, soweit ich mich erinnere, knapp zweihundert Seiten voll alles in Erwägung gezogen und es wurde einer der größten (und albernsten) Threads unseres Forums.
Ich denke also, in Sachen Verkopftheit (und Entfernung von selbsterklärender Begrifflichkeit) haben wir noch etwas Luft nach oben ;-)
Signatur

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Allie Keys in "Taken"

Do, 13. November 2014, 23:04
Arne Arotnow 365 Sprüche
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Liebe Joy,

das ist sehr schön, dass ihr so viel darin findet. Und ich überlasse die Interpretation natürlich sehr gerne dem Leser. Ich habe keinen Einfluss darauf, wie jemand etwas aufnimmt, und ich will das auch gar nicht. Ich empfinde das auch gar nicht als Zerfledderung. Und dass Wörter mehrere Bedeutungen haben können, wissen wir ja alle auch schon längst. Selbstverständlich kann der Elektriker – rein situativ – zwischen dem Substantiv »Spannung« in einer Betriebsanleitung für einen Elektromotor und in einem Kriminalroman unterscheiden.
Ihr könnt Aggressionen definieren, wie ihr wollt. Ihr könnt diesen Begriff zunächst gemeinsprachlich erörtern und unter ihm auch das verstehen, was man vielleicht in der Fachliteratur findet. Einschränken wollte ich nichts und wenn es so gewesen wäre, ist es mir ja kaum gelungen. Es ist aber nun so, dass ich persönlich bei Texten aller Art nicht überlege, ob der Inhalt nun stimmt oder nicht, sondern eher, warum das denn jemand geschrieben hat und wie das denn nun gemeint sein könnte. Aus meiner Sicht scheint der Spruch wohl zutreffend zu sein, sonst hätte ich ihn ja nicht geschrieben. Dass andere Leute, die das dann auf sich beziehen, anderer Meinung sind, kann natürlich vorkommen, selbst wenn man nur drei Wörter geschrieben hat.
Ja, offensichtlich sehe ich einen Zusammenhang zwischen Aggressionen und Gewalt. Ich empfinde jemanden, der mir gegenüber Aggressionen an den Tag legt, als jemanden, der Gewalt ausübt. Für mich ist das dann schon Gewalt. So ist der Spruch von mir gemeint. Ich gehe auch davon aus, dass die meisten Leute ihn auch in etwa so verstehen. Und wenn nicht, hat der Leser es halt nicht herausgefunden, sondern sieht etwas anderes darin, was ja absolut in Ordnung ist. Meine Absicht ist natürlich in keiner Weise, Diskussionen zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

Arne Arotnow





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Tanja 5428 Sprüche Das Leben ist kein Zuckerschlecken.

deutsches Sprichwort erlaubterlaubtAllgemeingut zur freien Verwendung
Trauer & Trost Facebook Share
deutscher Spruch  02.11.2009 - 18:07
Spruch-Bewertung: 5,83 Vote:
Sprichwörtliches 






  
Tanja 5428 Sprüche Gestern liebt' ich, heute leid' ich, morgen sterb' ich.
Dennoch denk ich heut und morgen gern an gestern.

Gotthold Ephraim Lessing erlaubterlaubtDer Spruch darf mit Autorenangabe frei verwendet werden, da die urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist († 15. Februar 1781)
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Liebe
Tiefsinniges
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deutscher Spruch  27.07.2008 - 16:13
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
Zitate 



  
NRW 470 Sprüche Manchmal fängt Glück so klein an,
dass wir es kaum bemerken
und es erst viel, viel später erkennen.

Nicole Oesterwind erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
Pfeil Zur Autorenbiographie

Glück Facebook Share
nicht einsortierter Spruch  28.06.2018 - 20:50
Spruch-Bewertung: 10,00 Vote:
 



  
Mirea 5129 Sprüche Deru kui wa utareru.

(Der vorstehende Nagel wird eingehämmert.)

japanisches Sprichwort erlaubterlaubtAllgemeingut zur freien Verwendung
Pfeil Zur Autorenbiographie

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japanischer Spruch  15.02.2011 - 15:42
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
Sprichwörtliches 



  
Wolfgang Kreiner 830 Sprüche Fühlst du dich körperlich unwohl,
kratzt dich z.B. am Hintern - wenn's juckt...,

jedoch bei seelischem
Unwohlbefinden
gelingt es dir kaum,
dich am Herzen
zu kratzen!

w.Kreiner erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
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nicht einsortierter Spruch  19.03.2018 - 14:48
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
 



  
Wolfgang Kreiner 830 Sprüche Manche Menschen
sind krampfhaft darum bemüht,
ihr Gehirn so lange wie möglich
frisch zu halten -

- indem sie darauf achten,
es so selten wie möglich
zu benützen!

w.Kreiner erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
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nicht einsortierter Spruch  23.05.2018 - 12:18
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
 



  
Wolfgang Kreiner 830 Sprüche Die beste Art,
zu gehen,
ist,
durch
Vorwärts-Bewegung
zu verhindern,
dass man umfällt!

w.Kreiner erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
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nicht einsortierter Spruch  05.06.2018 - 07:59
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
 



  
Volker Harmgardt 1066 Sprüche Mehr Ballkontakte bringen
im Fußball nicht immer
den gewünschten Erfolg.

Volker Harmgardt erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
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nicht einsortierter Spruch  09.06.2018 - 11:22
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
 



  
Marli 780 Sprüche Ich brauche keinen Glitzerschmuck;
ich glänze mit meinen inneren Werten.

Marliese Zeidler erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
Ironie Facebook Share
nicht einsortierter Spruch  14.06.2018 - 14:16
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
 



  
Arne Arotnow 365 Sprüche Es war einmal ein Roboter,
der machte die Arbeit von tausend Menschen,
wurde aber gleichzeitig von zweitausend Menschen überwacht.
Und wenn sie nicht gestorben sind,
dann leben sie noch heute.

Arne Arotnow erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
Sonstiges Facebook Share
nicht einsortierter Spruch  19.05.2018 - 22:21
Spruch-Bewertung: deakt. Vote:
 



  
Volker Harmgardt 1066 Sprüche Wenn das Weizenkorn in die Erde
fällt und stirbt, bringt es reiche Frucht.

(Johannesevangelium 12, 20-33)

Johannesevangelium
Religiöses Facebook Share
nicht einsortierter Spruch  17.03.2018 - 16:08
Spruch-Bewertung: 2,00 Vote:
 



  
Joha 2214 Sprüche Gleiches mit Gleichen zu vergelten
- Auge um Auge, Zahn um Zahn -
vervielfacht nur das Böse,
schlimmer noch, es trägt zu seiner Rechtfertigung bei.

aus "Das Evangelium nach Pilatus" von Éric-Emmanuel Schmitt
Miteinander Facebook Share
deutscher Spruch  12.12.2011 - 18:19
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
aus Büchern 



  
NRW 470 Sprüche Manchmal muss man einfach loslassen,
damit man nicht über seine Grenzen geht.
Manchmal muss man anderen das letzte Wort lassen,
damit man nicht zerbricht.
Manchmal muss man erkennen,
dass nicht jeder Mensch ein gutes Herz hat.
Manchmal muss man verstehen,
dass man nicht alles zum Positiven verändern kann.
Manchmal muss man Abstand nehmen,
um wieder sich selbst zu finden.

Nicole Oesterwind erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
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nicht einsortierter Spruch  25.02.2018 - 01:05
Spruch-Bewertung: 10,00 Vote:
 






  
erka 4061 Sprüche Verzichte auf die "Freiheit pur"
und übe lieber Selbstzensur!

Rainer Kaune erlaubterlaubtNichtkommerzielle (!) Weitergabe des Spruches mit Autorenangabe ist erlaubt.
Pfeil Zur Autorenbiographie

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nicht einsortierter Spruch  17.02.2017 - 14:06
Spruch-Bewertung: 10,00 Vote:
 



  
G.St. 30 Sprüche Das Leben ist ein Puzzle-Spiel.
Erst wenn wir alle Teile an die richtige Stelle gesetzt haben,
können wir es verstehen.

Gerhard Strobel erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
Pfeil Zur Autorenbiographie

Weisheiten Facebook Share
nicht einsortierter Spruch  20.01.2018 - 15:07
Spruch-Bewertung: 10,00 Vote:
 



  
Elke 41 Sprüche Hast du immer was zu mäkeln,
musst du dir 'nen Partner häkeln,
stört der deinen Lebenslauf,
ribbelst du ihn wieder auf.

Sonja Marlin
Verse
Metaphern
Miteinander
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deutscher Spruch  11.02.2010 - 15:20
Spruch-Bewertung: 8,00 Vote:
 



  
Volker Harmgardt 1066 Sprüche Einem Menschen, der viel Liebe gibt,
wenden sich auch die Tiere zu;
selbst die Blumen scheinen seine
Liebe zu erkennen und zu erwidern.

Indianische Weisheit
Freundschaft Facebook Share
deutscher Spruch  04.12.2017 - 15:14
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
 



  
Stand-up-reason 323 Sprüche Jede Wahrheit wird zur Lüge,
wenn man ihr die Zuwendung entzieht.

Michael Josef Sommer erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
Pfeil Zur Autorenbiographie

Weisheiten Facebook Share
deutscher Spruch  26.01.2012 - 12:05
Spruch-Bewertung: 4,50 Vote:
 



  
Paco 66 Sprüche Narben erinnern uns an das Erlebte,
aber sie definieren nicht unsere Zukunft

Mark Twain erlaubterlaubtDer Spruch darf mit Autorenangabe frei verwendet werden, da die urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist († 21. April 1910)
Pfeil Zur Autorenbiographie

Metaphern
Weisheiten
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deutscher Spruch  13.11.2010 - 22:12
Spruch-Bewertung: 9,26 Vote:
Erinnerung 



  
Blood 899 Sprüche Je stiller ein Mensch ist, desto lauter ist es in ihm.
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nicht einsortierter Spruch  20.08.2015 - 13:33
Spruch-Bewertung: 5,50 Vote:
 



  
NRW 470 Sprüche Wenn das Leben Angst macht,
dann erkennen wir
das Licht sehr schwer.
Wenn das Leben Angst macht,
dann verschließen wir unsere Herzen
und lassen niemanden hinein.
Wenn das Leben Angst macht,
sperren wird uns sehr oft selber ein.
Das Leben ist nicht immer einfach
und auch manchmal schmerzhaft,
aber das Leben ist auch:

Liebe, Hoffnung, Freude, Spaß, Lust, Geborgenheit,
erfüllend, spannend, aufregend

und, und, und......

Nicole Oesterwind erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
Pfeil Zur Autorenbiographie

Mut & Angst Facebook Share
deutscher Spruch  13.11.2017 - 18:18
Spruch-Bewertung: 0,00 Vote:
 



  
Calleigh 810 Sprüche Als er ging,gab er mir eine Rose und sagte:
“Wenn die Rose verwelkt ist,komme ich wieder.”
Mit Tränen in den Augen stellte ich fest, dass sie aus Plastik
war….
Ironie Facebook Share
deutscher Spruch  19.12.2012 - 20:22
Spruch-Bewertung: 8,00 Vote:
 



  
Arne Arotnow 365 Sprüche Aus einer Straßenpfütze kann man keinen Hecht angeln.

Arne Arotnow erlaubterlaubtNichtkommerzielle Verwendung des Spruches mit Autorenangabe ausdrücklich erlaubt
Weisheiten Facebook Share
nicht einsortierter Spruch  28.10.2017 - 20:35
Spruch-Bewertung: deakt. Vote:
 



  
-Die-Sweety- 21 Sprüche Wenn du das, was du siehst,
mit deinem Herzen fühlen kannst;
wenn du das, was du empfindest,
mit deinen Worten beschreiben kannst;
wenn du das, was du suchst,
in deiner eigenen Seele finden kannst;
dann bist du auf dem richtigen Weg,
das Leben zu leben.

Roswitha Bloch
Wege
Ratschläge
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deutscher Spruch  09.06.2011 - 20:59
Spruch-Bewertung: 8,92 Vote:
Spirituelles, Zitate 






  
Mirea 5129 Sprüche Die Religionen und Mythen sind, ebenso wie die Dichtung,
ein Versuch der Menschheit, eben jene Unsagbarkeit
in Bildern auszudrücken, die ihr vergeblich ins flach Rationale
zu übersetzen versucht.

Hermann Hesse
Religiöses Facebook Share
deutscher Spruch  22.09.2009 - 19:45
Spruch-Bewertung: 5,50 Vote:
Zitate 


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