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 Znout.org Antworten
Fr, 12. April 2013, 16:49
Tanja 5429 Sprüche
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Znout.org
Heute mal was, was nicht übermäßig Witzig ist, aber sehr sinnvoll und immer noch viel zu wenig bekannt:

http://de.znout.org/

"Znout" steht für "Zero Negative Output". Es handelt sich um eine Suchmaschine, die die Google-Ergebnisse anzeigt, aber dabei CO2-neutral ist. Denn wie es SpiegelOnline in dem viel zitierten Satz zusammenfasst: "Eine Such-Anfrage bei Google verbraucht genauso viel Strom wie eine Energiesparlampe benötigt, um eine Stunde lang zu leuchten."

Ich nutze das Teil seit etwa anderthalb Jahren und habe mir auch gleich die Suchleiste für den Browser eingebaut. Und wie gesagt, die Suchergebnisse sind sonst wie bei Google, auch auf die Bildersuche und Google Maps kann man unkompliziert zugreifen, man merkt es also praktisch nicht.

PS: Da sich hier eine Diskussion anbahnt, habe ich das Thema mal zu einem eigenen Thread gemacht
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Hope is the biggest lie there is, and it is the best.
We have to keep going as if it all mattered, or else we wouldn't keep going at all.
Allie Keys in "Taken"

Fr, 12. April 2013, 23:14
Talnop 2474 Sprüche
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Google, Google, Google
Naja, das scheint mir wie mit den Windrädern, die Co² neutral Strom produzieren?
Bei der Herstellung des ganzen Materials, vor allem dem "Aludruckguß" mit seinem
imensen Energieverbrauch, wurden bereits nicht unbeträchtliche Mengen CO² freigesetzt.
Bitteschön dies auch mit in die Gesamtrechnung einbeziehen, denn dann sieht es nicht mehr
ganz so freundlich aus? Halten die Räder 100 Jahre ohne jeglichen Wartungsaufwand,
was ich nicht vermute, dann natürlich ist das Ergebnis beeindruckend.
Ps.: Komplette ganzheitliche Gesamtrechnungen werden aber gemieden, unwissend oder bewußt?
LGr
Karl
Sa, 13. April 2013, 12:30
Tanja 5429 Sprüche
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Das CO2, das durch Znout ausgestoßen wird, wird durch Zertifikaten für erneuerbare Energien wieder "grün gekauft", was langfristig die erneuerbaren Energien fördert. Aber zu deiner grundsätzlichen Kritik:

a) Windkraftwerke haben die Energie, die für ihren Bau aufgewandt wir, nach drei bis sieben Monaten wieder drinnen. Mag sein, das der Bau Material verschlingt und CO2-intensiv ist, aber 100 Jahre Lebensdauer erscheinen mir ziemlich hoch angesetzt, um das ausugleichen.
Nebenbei sind Windkraftwerke noch stark in der Forschung, und es wird stark an einer langen Lebensdauer, geringem Wartungsaufwand und ressourcenschonenden Baumethoden gearbeitet. Wenn man (durch das Fördern der Windenergie) also einen wirtschaftlichen Anreiz für die Forschung bietet und zusätzlich politischen Druck macht, denke ich, dass sich da noch ein bisschen was verbessern lässt.

b) Ich weiß, dass einige Neuerungen im Bereich der erneuerbaren Energien bisher noch keine Wirkung zeigt. So ist der Anteil an erneuerbaren Energien derzeit höher als die Nachfrage nach Ökostrom, sodass das Kaufen von zertifiziertem Ökostrom überhaupt nicht dafür sorgt, dass mehr Ökostrom produziert werden muss.
Man kann zwei Dinge daraus schließen. Entweder man sagt "bringt ja alles nix" und bleibt damit beim Status quo, oder man sorgt mit seinem Verhalten dafür, dass die Nachfrage nach Ökostrom wieder um einen kleinen Teil wächst. Es ist immer die Nachfrage, die den Markt lenkt - bis ein Trend zur selbstverständlichen Voraussetzung wird.
Die größeren Supermärkte haben heute alle vegetarischen Fleischersatz im Angebot, der meiste Fisch im Kühlregal ist durch Nachhaltige-Fischerei-Labels gekennzeichnet und die meisten Supermärkte haben Bio-Erzeugnisse im Sortiment. Soetwas ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, und er kam nicht von Null auf hundert - aber die Nachfrage hat es nach und nach zu einer Selbstverständlichkeit gemacht. Dieser Macht und Verantwortung sollte man sich als Konsument irgendwo bewusst sein - woimmer man wirtschaftlich Einfluss nimmt, ob beim Einkaufen oder beim Surfen.

Ich wundere mich über Kritiken dieser Art. Nicht, weil ich erneuerbare Energien für unantastbar halte, sondern weil trotz schwindenden Erdöls, der ungelösten Frage um radioaktiver Abfälle, der Gefahr eines GAUs bei Atomkraftwerken, den Umweltschäden durch Kohleförderung und der Notwendigkeit eines massiv verringerten CO2-Ausstoßes verzweifelt nach Gründen gesucht wird, wieso man die erneuerbaren Energien nicht gut findet. Natürlich lässt sich die EEG-Umlage verbessern, natürlich sind die heuten Windräder noch nicht die Spitze der Forschung, natürlich geht noch nicht alles wie am Schnürchen - aber natürlich können wir auch nicht einfach alles beim Alten lassen. Wir müssen unser Konsumverhalten und unsere Politik den Problemen anpassen, allen anfänglichen Rückschlägen zum Trotz.
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Allie Keys in "Taken"

Sa, 13. April 2013, 15:13
Talnop 2474 Sprüche
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Danke der Antwort CO²
Die ganzen "Grünen Zertifikate"..... ich weiß nicht, man kann damit genauso gut bescheißen wie mit Aktien an der Börse?

!00 Jahre war ja nur so gesagt....als Co²- Abschreibung.... das ist natürlich zu hoch.
Mir ging es um das Prinzip der ganzheitlichen Darstellung, denn traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.. -:)

Nein, es ist schon richtig diese Denken..... aber ich wollte ja weiterführen.....
....ganzheitliche Sichtweise......
dann würde Atomstrom noch die von Staat übernommenen Entsorgungskosten, die Nachfolgekosten, die Umweltkosten, die CO²- Kosten, die Gesundheitskosten usw. draufkreiegn, die alle der Gemeinschaft oder anderen untergejubelt werden und den wirklichen Preis verzerren.
In Japan kommt man nun dem wirklichen Preis von Atomstrom etwas näher.
Wir handeln Preise die nicht ganzheitlich sind!!!!!!

Natürlich hat es der Kunde in der Hand!!! doch es ist kurzfristig, und wir haben nicht mehr viel Zeit, nicht möglich, die massen sohingehend zu bewegen!!!

Zu erneuerbaren Energien und Produkten gibt es keine vernünftige Alternative, wenn wir unserer Zukunft Herr werden wollen.

So ist unterm Strich erneuerbare Energie "Die Günstigste", auch wenn unsere heutigen eingeschränkten betriebswirtschaftlichen Rechnungen das nicht aufzeigen!!!!

LGr
Karl
Di, 7. Mai 2013, 19:50
Tanja 5429 Sprüche
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Wo wir schon bei Weltverbesserung an sich sind: Ich hab grad diese Nano-Wasser-Filter für Entwicklungsländer entdeckt. Nur so aus Neugierde, weil die Kommentare so skeptisch sind und weil's dein Fachgebiet ist: Was hältst du davon, Xian?
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Allie Keys in "Taken"

Di, 7. Mai 2013, 21:11
Xian 1365 Sprüche
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Aktivkohle ist schon mal gut. Silber ist nachweislich bakterizid. Gegen Schwermetalle kann es sicher nichts ausrichten, das ist Blödsinn.
Dass 1l aufgeschlämmtes Granulat für die Reinigung von bis zu 500 Litern Wasser verwendet werden kann klingt realistisch; viel mehr wird aber nicht möglich sein. Der Wirkungsgrad nimmt natürlich mit längerer Verwendung drastisch ab, da die leicht zugänglichen Adsorptionsstellen schnell besetzt sein werden und auch nicht mehr regeneriert werden können. Die "Entkalkung" mit heißem Wasser oder Zitronensäure hingegen klappt wahrscheinlich.

Ich sehe allerdings einige Probleme:
1) Das Wasser muss eine bestimmte Zeitlang darin aufbewahrt werden. Besser natürlich schwenken oder gleich als Durchflusssäule konzipieren. Wie soll man sicherstellen, dass das Wasser wirklich sauber wird, wenn durstige Laien dieses System verwenden? Wie soll man sicherstellen, dass die Nutzer dieses Systems es auch regelmäßig erneuern?

2) Wie will man sicherstellen, dass die Silberpartikel, Ionen und abgetöteten Keime wirklich von der Aktivkohle aufgenommen werden und nicht durch das "Trinkwasser" aufgenommen werden? Aktivkohle hat zwar ne wahnsinnig große Oberfläche und ist eigentlich auch mal voll genial, aber irgendwann ist auch dort die Kapazität erschöpft. Dahingehend wäre das Ergebnis der oben verlinkten Studie sehr interessant und aussagekräftig.

3) Außerdem glaube ich nicht, dass das Chitosan die einzelnen Bestandteile wirklich so super binden kann, dass da nix von ins Trinkwasser übergeht. Unter welchen Bedingungen (Temperatur, Kontamination, Alterung?) wurden die Tests mit den "vielen Durchläufen" durchgeführt?

Bevor die Leute dreckiges Wasser trinken, ist das sicherlich eine bessere Möglichkeit, die höchstwahrscheinlich auch (in Grenzen) funktioniert; zumindest wäre es dann besser als der Status quo. Dass das Chitosan die Bestandteile wirklich so effizient zurückhält sollte noch mal bestätigt und in Feldversuchen hinterfragt werden. Nicht, dass man den Teufel mit dem Beelzebub austreibt.
Theoretisch sollte es auch funktionieren, die Keime mit UV-Licht (Sonne+Temperatur) abzutöten; gegen eventuelle Schwermetalle hilft das aber natürlich nichts.
SignaturLiebe Grüße,
Christian 1365 Sprüche
Dieser Eintrag wurde 1 mal editiert, zuletzt am Di, 7. Mai 2013 um 21:13 Uhr
Mi, 8. Mai 2013, 15:24
Tanja 5429 Sprüche
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Interessant, dankeschön.

Zitat von Xian 1365 Sprüche2) Wie will man sicherstellen, dass die Silberpartikel, Ionen und abgetöteten Keime wirklich von der Aktivkohle aufgenommen werden und nicht durch das "Trinkwasser" aufgenommen werden? Aktivkohle hat zwar ne wahnsinnig große Oberfläche und ist eigentlich auch mal voll genial, aber irgendwann ist auch dort die Kapazität erschöpft. Dahingehend wäre das Ergebnis der oben verlinkten Studie sehr interessant und aussagekräftig.
Wenn Silber ständig Ionen abgibt, das die Zellen angreift, wieso sagt dann keiner was gegen silbernes oder galvanisiertes Besteck? Eine Suppe lang einen silbernen Löffel abzulecken erscheint mir viel "gefährlicher" als Wasser zu trinken, dass mal eine Weile damit in Berührung kam.

Wikipedia sagt, dass Chitosan Schwermetalle binden kann. Und es sagt, dass es entsteht, wenn Chitin und eine Lauge zusammen gekocht werden.
Also jetzt man angenommen, ein Mensch brät oder kocht sich ein paar Insekten (was sich auf den meisten Kontinenten einer hohen Beliebtheit erfreut). Und vielleicht kommt irgendwie im Rezept noch Wasser und Kochsalz vor, was nun auch noch nicht so abwegig ist.
Dann ist mit dem Wasser und dem gelösten Natrium schonmal alles für eine Natronlauge gegeben, Chitin ist durch die Insekten auch drinnen und heiß ist es im Topf ebenfalls. Ich stelle also einfach mal in den Raum: Kann es sein, dass Menschen, die regelmäßig Insekten essen, sowieso einen gewissen Teil Chitosan aufnehmen?

Ich frage deshalb, weil ich es ins Verhältnis setzen möchte. Wenn diese Behälter dazu führen, das anstelle der einen Schadstoffe andere Schadstoffe aufgenommen werden, dann ist das jetzt keine so großartige Innovation.
Wenn es aber genauso gefährlich ist wie Silberbesteck und Heuschrecken essen, dann fände ich den Nachteil durchaus überschaubar (vielleicht auch nur, weil ich noch niemanden habe sterben sehen, als er sich gerade einen Silberlöffel Heuschrecken in den Mund steckte...) :-)
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Allie Keys in "Taken"

Do, 9. Mai 2013, 00:26
Xian 1365 Sprüche
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Diese Nano-Silberpartikel haben eine viel, viel, viel, viel größere Oberfläche als die Silberlöffel, sodass sie einfach unendlich wirksamer sind und viel leichter Ionen abgeben können :-)

Mit Wasser + Kochsalz haben wir einen neutralen pH-Wert, also haben wir mitnichten eine Lauge. Aber gut, weder Chitin noch Chitosan werden sicherlich an die Gesundheitsrisiken von Keimen, Bakterien und Schwermetallen rankommen. Polysaccharide wie z.B. Zellulose ist ja auch nicht schädlich (auch wenn es vom Körper nicht abgebaut werden kann).

Auch wenn es nur ein bisschen wirkt ist es immer noch ein riesiger Vorteil zu total verdrecktem Wasser.
SignaturLiebe Grüße,
Christian 1365 Sprüche
So, 18. Mai 2014, 11:18
Tanja 5429 Sprüche
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Nochmal eine Frage (weil du so praktisch bist :-) )
Wie geht das mit der Versauerung der Meere?
Ich hab mir den chemischen Teil durchgelesen. Persönlich habe ich eher die Erfahrung gemacht, dass in einer rumstehenden Cola die Kohlensäure sehr bereitwillig zu CO2 verpufft. Andersrum habe ich noch nie eine halb gefüllte Flasche Leitungsheimer dazu bringen können, durch ein bisschen Schütteln plötzlich sprudelig zu werden.
Wieso nimmt das Meer so bereitwillig unser CO2 und wird daraufhin sauer?
Oder halndelt es sich dabei einfach um unschmeckbar kleine Mengen, die eben trotzdem schon die verheerenden Folgen für Korallen, Schalentiere, Kalkalgen und den gesamten Nahrungs- und Sauerstoffkreislauf auslösen?
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Allie Keys in "Taken"

Mo, 19. Mai 2014, 09:21
Xian 1365 Sprüche
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Jain.
Es ist dieses komplexe Gleichgewicht zwischen Carbonat, Hydrogencarbonat, CO2 (in Wasser gelöst) und CO2 (gasförmig in der Luft)

Bei Sprudel wird unter hohem Druck CO2 reingepresst, sodass dieses Gleichgewicht sehr auf die Seite der Carbonat-Spezies verschoben wird. Wenn du die Flasche öffnest, brizzelt es, weil nun "die Atmosphäre" (mit vergleichsweise wenig CO2) in das Gleichgewicht dazugekommen ist. Es gibt also weniger CO2 in der Atmosphäre (im Vergleich zur "CO2-gesättigten" kleinen Luftmenge innerhalb der Flasche) und das Gleichgewicht verschiebt sich. Daher wird auch aus dem im Wasser gelösten Carbonat ständig gasförmiges CO2 "nachproduziert" und blubbert munter vor sich hin, bis das neue Gleichgewicht erreicht ist und der Sprudel unbeschreiblich lasch schmeckt.

Im Meer ist es nun andersrum: Wir haben ein Gleichgewicht, in dem "relativ wenig" CO2 im Wasser gelöst ist. Wenn nun aber der CO2-Gehalt in der Atmosphäre zunimmt, verschiebt sich das Gleichgewicht und muss sich auf die neuen Umgebungsbedingungen einstellen. Dadurch wird mehr CO2 im Wasser gelöst.

Es ist zwar nur ganz minimal (im Artikel beschreiben sie Versuche mit einer 5x höheren CO2-Konzentration als momentan – dann wären wir in Realität wohl schon alle tot). Aber trotzdem: Das Meerwasser ist eine verdünnte Lösung, d.h. durch "relativ geringe" Änderungen kann der pH-Wert schon "deutlich" beeinflusst werden.

Da die pH-Wert Änderung aber von so vielen Faktoren (Tages- und Jahreszeit, Wassertiefe, Lebewesen) abhängig ist, ist das eine ziemlich schwammige Wissenschaft. Man könnte genauso gut sagen: Fische scheiden Ammoniak aus (statt wie wir Menschen Harnstoff oder wie die Vögel Harnsäure), Ammoniak ist basisch; da wir sukzessive das Meer leerfischen, übersäuert das Meer, weil weniger Fische da reinpinkeln.

Die Wahrheit ist dann irgendwo dazwischen...

... oder ganz wo anders.
SignaturLiebe Grüße,
Christian 1365 Sprüche
Dieser Eintrag wurde 2 mal editiert, zuletzt am Mo, 19. Mai 2014 um 09:23 Uhr
Mo, 19. Mai 2014, 15:13
Tanja 5429 Sprüche
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Das heißt, wenn ich fleißig atme, Fenster und Türen schließe, in einem offenen Kamin Feuer brennen lasse und sämtliche Zimmerpflanzen verbanne, dauert es länger, bis mein Glas Cola wie eingeschlafene Füße schmeckt? :-)
Das gefällt mir. Danke für die Erklärung.

Schwammig scheint mir die Wissenschaft jetzt nicht, weil man schließlich mit Messungen zu gleichen Jahres/Tageszeiten und gleichem Ort/Lebensraum die anderen Variablen ganz gut konstant halten kann. Und nachdem Austernfischer wirklich erste Probleme haben glaube ich auch, dass das Problem real existent ist und keine natürliche Schwankung darstellt.
Dass wir es mit der Überfischung noch mal verstärken heißt ja auch nicht, dass Treibausgase plötzlich kein Problem mehr sind.

Ich denke eher (aber das ist jetzt eine Theorie, ohne dass ich dafür wissenschaftlich qualifiziert bin): Es gibt ja die Kalkalgen, die Sauerstoff produzieren und angesichts einer Versauerung absterben. Vielleicht müssen wir gar nicht so viel CO2 produzieren, als dass die Meere nur durch unsere Emissionen versauern. Vielleicht reicht es, dass wir an einen Punkt geben, wo Kalkalgen sich kaum noch fortpflanzen können. Schätzungen zufolge findet 90% der gesamten Photosynthese und der Freisetzung von Sauerstoff in den Meeren statt. Wenn wir also nicht nur mehr CO2 produzieren, sondern dieses CO2 auch noch Lebewesen tötet, die bisher einen guten Teil des CO2 wieder zu Sauerstoff machten, dann können wir an einen Punkt kommen, wo sich mit deren Aussterben der Prozess plötzlich unerwartet schnell beschleunigt und das Meeresklima sich nicht langsam ändert, sondern plötzlich kippt.
Signatur

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Allie Keys in "Taken"

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